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Was gutes Coaching ausmacht

Aktualisiert: 19. Jan.

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres denken viele über Veränderungen nach und spüren, dass eine Begleitung dabei hilfreich sein könnte. Aber sie sind sich unsicher, welches Angebot wirklich zu einem passt.

Diese Unsicherheit ist keine Schwäche. Sie zeigt, dass du Verantwortung für deinen eigenen Prozess übernimmst.


Qualifikation, fundierte Ausbildung, praktische Erfahrung sind die Basis professioneller Begleitung.

Und gleichzeitig entscheiden sie allein noch nicht darüber, ob ein Coaching-Angebot für dich in dieser Phase stimmig ist.


Coaching ist mehr als Methoden oder Tools

Coaching ist ein Arbeits- und Beziehungsraum, in dem Vertrauen, Resonanz und Verbindung den Prozess tragen.

Anders als in Therapie geht es im Coaching nicht um das Vertiefen psychischer Verletzungen oder die Aufarbeitung von Vergangenem, sondern darum, Zukunft zu gestalten und Lösungen zu entwickeln.

Die Richtung und die konkreten Schritte entstehen aus dir selbst. Der Coach ist da, um den dienlichen Rahmen für dich zu schaffen, was den Prozess ermöglicht.


Systemisch zu arbeiten bedeutet für mich, nicht nur das zu betrachten, was aktuell sichtbar ist, sondern auch das, was Menschen in sich tragen und mitbringen: Erfahrungen, Prägungen, Lebenskontexte. Diese werden bewusst gewürdigt und eingeordnet, um zu verstehen, welche Dynamiken im Hier und Jetzt wirken.

Gerade bei Frauen und FLINTA* mit Migrationsgeschichte zeigt sich oft, dass aktuelle Herausforderungen ohne diesen Kontext verkürzt betrachtet werden.


Gute Begleitung zeigt sich darin

1️⃣ Raum für dich und dein Anliegen

Es geht nicht um schnelle Lösungen, sondern darum, Raum für dein Anliegen und deine Perspektive zu schaffen, damit deine Ressourcen wieder sichtbar werden.


2️⃣ Reflexion wichtiger als Ratschläge

Coaching unterstützt dich, deine Gedanken zu sortieren und neue Perspektiven zu öffnen. Entscheidungen entstehen aus Klarheit, nicht aus Vorgaben.


3️⃣ Dein Kontext zählt

Lebenswelt, persönliche Werte, Erfahrungen, Muster und Prägungen: all das macht dich aus und wird berücksichtigt, nicht nur das aktuelle Thema.


4️⃣ Komplexität aushalten

Widersprüche, Unsicherheiten, Mehrdeutigkeit dürfen bleiben. Erst daraus entsteht echte Klarheit und Orientierung.


5️⃣ Prozessorientierung statt Ergebnisfixierung

Der Weg ist genauso wichtig wie das Ziel.

Manchmal ist das Ziel noch unklar, nur der Wunsch nach Veränderung ist da. Manchmal scheint das Ziel klar, doch der eigentliche Fokus zeigt sich erst unterwegs.

All das ist erlaubt und gehört zum Prozess.


6️⃣ Selbstwirksamkeit & -Verantwortung stärken

Coaching begleitet dich dabei, Entscheidungen bewusst zu treffen und deine Handlungsspielräume wahrzunehmen. Der Raum unterstützt dich, Verantwortung zu übernehmen, ohne dass du alles allein tragen musst.


7️⃣ Passung statt Methode

Die passende Art, Haltung und Beziehung zählen mehr als Methode oder Technik, erst im gemeinsamen Raum spürst du, ob es passt.


Ein kurzer Blick auf mein ZHAO-Framework

Um diesen Raum praktisch zu gestalten, arbeite ich mit meinem ZHAO-Framework. Es verbindet systemisches Coaching mit Themen wie Herkunft, Identität und Selbstbestimmung.

Es schafft Struktur und Orientierung, ohne Lösungen vorzugeben, so kannst du selbst entdecken, was für dich stimmig ist.

  • Zoom In & Out: Blick nach innen auf Werte, Stärken und Prägungen; nach außen auf Wirkung und Muster.

  • Honor: eigene Geschichte, Herkunft und Identität bewusst würdigen und als Ressource nutzen.

  • Awareness: hinderliche Überzeugungen, gesellschaftliche Zuschreibungen und Barrieren erkennen.

  • Ownership: Verantwortung für eigene Entscheidungen übernehmen und konkrete Schritte für die persönliche Entwicklung ableiten.


Mehr Details zum ZHAO-Framework gibt es in einem eigenen Artikel (kommt bald).


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